Eberhard Mehl

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Am 20. April 1935 wird Eberhard Mehl in Köln geboren. Nach dem Abitur und einer Schnupperrunde Architektur studiert Mehl erst an der Sporthochschule Köln, dann Kunst in der Domstadt.

Nach der Studiererei fährt Mehl ein Jahr als Anhalter um die Welt. Dabei entwickelt er die Fähigkeit, die jeweilige Landessprache in kürzester Zeit zu lernen.

Für die Begegnung mit den Menschen hat Eberhard nie Dolmetscher gebraucht. Diese Fähigkeit hat er bis heute erhalten. 1961 geht Mehl als Sport- und Kunstlehrer an das Koblenzer Max-von-Laue-Gymnasium.

Seine sportliche Karriere beginnt Mehl 1948 als aktiver Florettfechter beim OFC Bonn, 1956 wechselt er zu REI- Koblenz. Von 1956 bis 1966 gehört Mehl der deutschen Nationalmannschaft an.

Er bestreitet:

  • 8 Weltmeisterschaften
  • 2 Olympische Spiele
  • 60 Länderkämpfe
  • mehrere Deutsche Meisterschaften
Dabei wird er im Florett:

  • 3 x Deutscher Meister
  • 6 x Deutscher Vizemeister
  • 1 x BronzBronzemedaillengewinner bei den Olympischen Spielen 1960 in Rom
  • 1 x Fünfter bei den Olympischen Spielen 1964 in Tokio
  • 1 x Goldmedaillengewinner beim Turnier der Weltauswahl 1962 in Kairo.
  • 1 x wird Florettfechter Mehl auch deutscher Mannschaftsmeister im Säbel

Eberhard Mehl - 73.9KB1967 kommt Eberhard Mehl als Florett-Trainer zum Königsbacher Sportclub (KSC). Er ist maßgeblich am Bau der Fechthalle auf dem Oberwerth beteiligt.

1982 wechselt er nach einem vereinsinternen Knatsch zur Coblenzer Turngesellschaft (CTG) und baut fast aus dem Nichts eine Fechtabteilung auf. Mit dem Wechsel des Vereins wechselt Mehl auch die Waffe. Der Florettstar wird Säbelspezialist. Seine Erfolge sind so groß, daß die CTG 1989 mit dem "Grünen Band der Dresdner Bank für die beste Nachwuchsarbeit" ausgezeichnet wird.

Die große Stärke von Eberhard Mehl ist, daß er nicht engstirnig an alten Fechttraditionen hängt, sondern immer das breite Spektrum der gesamten Trainingslehre im Auge hat. Der Meister beschränkt sich - wie Bruce Lee - auf die im Wettkampf benötigten Techniken. So gewinnt er Zeit für die Schulung von Kraft, Schnelligkeit und Reaktion: Mit seinen Erfolgen, nunmehr in der zweiten CTG-Fechtgeneration, beweist Mehl, daß sein Konzept richtig ist.

Dennis Bauer, Eberhard Mehl und Willi Kothny - 52.3KBMehl-Schüler holten Welt- und Europameisterschaften, deutsche und thailändische Meistertitel sowie dutzende von Landes- meisterschaften.

1999 wird Eberhard Mehl von einer Fachjury mit überwältigender Mehrheit zum besten Nachwuchstrainer des Jahres gewählt und vom rheinland-pfälzischen Innenminister Walter Zuber ausge- zeichnet. Mit Dennis Bauer und Willi Kothny führt er zwei junge Athleten zu den Olympischen Spielen 2000 nach Sydney. Willi Kothny holte in Sydney zwei mal Bronze (Einzel und Mannschaft), Dennis Bauer war bei der Mannschaft mit Bronze dabei.

Nach Olympia ging die Leistungsgruppe Mehl auseinander: Steven Bauer hatte sich nach einer Auseinandersetzung mit seinem Trainer schon vor Olympia einen neuen Coach gesucht, Bruder Dennis Bauer und Willi Kothny wurden nach Olympia von ihrem Meister entlassen - Dennis, weil er sich dem Training nicht mehr bedingungslos unterordnen wollte, Kothny, weil er (wie ursprünglich auch Mehl) nicht mehr für die Fechtgemeinschaft starten wollte. Seit Saisonbeginn 99/00 widmet sich Eberhard Mehl wieder dem Kindertraining.

Seine Trainerlaufbahn wird mit Beendigung der Arbeit mit Willi Kothny auf dieser homepage nicht weiter fortgeschrieben. Am Ende sei ihm aber für seine Arbeit bis Olympia 2000 gedankt.